Es muss sein – Chester Bennington

Ich muss diesen Blog kurz wiederbeleben. Es darf nicht ungeschrieben sein. Obwohl ich dieselben Gedanken wie sicher viele habe, wie kann man um einem fremden Menschen nur trauern?

Für Menschen die es nicht wissen, Chester war der Sänger von der Band Linkin Park. Einer Band von dessen Musik ich mich sehr häufig verstanden fühlte. Die Texte hätten von mir sein können, sie sprachen mir aus meiner Seele. Ich könnte so viele Erinnerungen erzählen die ich daran habe. Meine Autofahrten in denen ich all meinen Hass, meinen Schmerz, meine Hoffnung wegsingen/schreien konnte. Immer und immer wieder wenn ich meine Runden um den See fuhr. Es half mir!! Es gibt momentan nichts das ich mehr bräuchte als das (nur schwierig ohne Auto).

Dann ein Tag in dem ich in meinem Kinderzimmer stand, das Seil um den Balken geknotet. Ich stand auf dem Stuhl…. Ich hörte Breaking the Habit und machte es nicht. Für mich ist es schwierig dass er sich jetzt genau so das Leben genommen hat.

Es gab aber auch den Tag als ich im Auto – In the End – gehört habe und mit dem Auto in diesem Moment in eine Mauer fuhr – absichtlich.“I tried so hard and got so far, but in the end it doesn’t even matter.“ Ich habe mich noch nie verstanden gefühlt, aber bei vielen Ihren Texten habe ich es.

Ich habe Interviews gelesen in denen er sagte: „Ich fühle mich wie ein Alien“ oder „Ich wollte die Menschen nur vergessen“. JAAA. Ich auch!! Ich denke dran wie es geschah, ich träume davon, und kann es zu 100% nachvollziehen. Wenn ich Kommentare lesen in denen steht: „Komisch, er kann gar nicht Depressionen gehabt haben stand ja vor 2 Wochen noch mit voller Energie auf einer Bühne“; „Wieso hat dies den niemand gemerkt, sind alle blind“; „Wie kann er nur, er hat Kinder, eine Frau, Geld, das war nur egoistisch“. An all diese Leute: Ihr seit Arschlöcher und habt keine Ahnung!!

Ich verstehe es sooo unfassbar gut! Man kann nicht reden, man kann nicht verstanden werden! Psychiater sind keine Götter, Medikamente auch nicht! Kein Anruf hätte es getan! Er machte es mit gewissheit dass ihn nicht seine Familie findet sondern die Haushälterin, dies ist in diesem Moment schon genug, mehr kann man nicht. Nach Jahren Kampf, hat man keine Kraft mehr!

Es schmerzt aber extrem!

If they say
Who cares if one more light goes out?
In a sky of a million stars
It flickers, flickers
Who cares when someone’s time runs out?
If a moment is all we are
We’re quicker, quicker
Who cares if one more light goes out?
Well I do

One more light by Linkin Park


Bin weg!

Weg von hier. Schreiben über Gedanken die ich selbst als lächerlich empfinde. Vom Gedanken das dies eine Hilfe sein könnte, ich habe gelernt in 30 Jahren von meinem Leben – es gibt keine Hilfe…

Man ist allein. Dies sollte auch dazu führen das man allein entscheiden kann ob man dies alles möchte oder nicht. Jede Hoffnung ist ein Irrweg. Den Leben muss man selber. Immer.

Ich werde meinen Blog in ein par Tagen löschen. Ich wünsche allen – ein Leben. 

alles anders.

Keine Arbeit mehr. Eine Erleichterung. Eine Veränderung. Ist dies gut? Wahrscheinlich nicht, aber für mich momentan schon weil ich keinen Tag mehr ohne eine Veränderung ertragen hätte. Ich kann keine in Angriff nehmen also nehme ich diese welche einfach so entstehen mit offenen Armen an.

Jetzt kann ich immer zuhause sein. Zuhause ist der Ort an welchem ich mich noch wohlfühle. Einsam zwar aber okay. 

Nur wie geht es weiter? Ohne Job? Ohne aktivem Leben? Wie immer gibt es da keine Antwort. Nur froh an fast nichts mehr gebunden zu sein. Nicht mehr so oft funktionieren zu müssen. Aber leider auch keine Zukunft zu haben.

Alles anders! und trotzdem bleibt es gleich – das Leben! 

verstehen.

Ich fühle mich nie verstanden und hasse das so sehr. Aber ich verstehe mich gar nicht.

Weiss nicht ob das jemand kennt, seit ich denken kann fühle ich mich unverstanden. Ich sage Worte die beim gegenüber etwas anderes bewirken als ich eigentlich möchte. Oder ich erzähle und habe das Gefühl es kommt nicht an.

Ich kann mich nicht erinnern das ich mich mal verstanden fühlte.. aber kann man dies überhaupt wenn man sich selbst nicht versteht? Meine Ansichten sind immer 100% so wie ich sie sehe, ich lasse nicht mit mir reden obwohl ich meine Ansicht schlecht begründen kann!? Es sind Gefühle die mich leiten. Welche mir Dinge vorschreiben, die sich in meinen Kopf setzen?

Hilfe?

Ein leidiges Thema.

Momentan geht es mir schlecht und umso mehr befasse ich mich mit diesem Thema. Noch nie war ich in der Lage Hilfe anzunehmen? Früher vielleicht noch mehr als heute. In der Phase zwischen 15-25 Jahre, schrieb ich noch etlichen Menschen. Doch was erwartete ich? Nichts! Ich erwartete das sie nicht den für mich schlimmen Satz sagen: Da kann ich dir nicht helfen, da musst du dir professionnelle Hilfe holen!

Heute schreib ich niemandem. Die Illussion das einem prof. Hilfe hilft, ist erloschen. Da ist die Frage nahe? An was baut man sich auf wenn es einem schlecht geht? 

An der Angst keinen Mut zu haben sich umzubringen. Aber sonst? Nichts! Leere! 

leben lieben 

Lang ist es her seit meinem letzten Eintrag. Mittlerweilen bin ich 30 Jahre alt, etwas was ich nie erreichen wollte.

Trotz sehr hohem Druck mich umzubringen, lebe ich noch. Feigheit, Angst und vielleicht sogar ein bisschen Liebe am leben haben mich abgehalten. Nicht verdrängt. Die Gedanken sind noch da.

Aber ich war glücklich. Wie kann Wasser einem so glücklich machen? Mich macht es das Meer. Ich spüre die Freiheit, die Endlosigkeit, die Rauheit, die Gewalt, die Faszination und der wunderbare Geschmack. Eine Woche Meer. Ein Grund mehr kurzfristig das Leben zu lieben.

Doch der Alltag ist wieder da. Mit Fakten die sich nicht geändert haben. Gedanken welche  sich immer noch um die gleichen Punkte kreisen. Hilflosigkeit. Es beginnt wieder die Suche nach Rettung. Ist es der Tod? Ist es prof. Hilfe? Ist es zu verdrängen mit Alkohol?

Ich bin auf der Suche. Aber nie zufrieden mit den Antworten.

Vielleicht sollte ich einfach ans Meer, um glücklich zu sein? Leben lieben lernen! 

Leben ist…?

Meine Ansicht!

Leben ist als Kind zu denken man wird nie erwachsen oder nie so wie die Erwachsenen. Leider wird man es doch. Man hängt an der Kindheit, an alten Zeiten die eigentlich gar nicht gut waren aber die man doch vermisst. Es geht um geliebt werden, und um die ewige Suche wenn man diese nicht von den Eltern erhalten hat. Nichts kann rückgängig gemacht werden, man muss akzeptieren nie mehr Kind sein zu können – das geliebt wird.

Leben ist die ganze Zeit zu denken das die Zeit doch extrem schnell vergeht – jeden Tag schneller – und man trotzdem den Tag nicht schätzt. Sich einzuschränken durch Ängste. Die Weltlage zu sehen und denken – hat das eine Zukunft?

Glücklich zu sein aber den Moment nicht auskosten zu können weil man suchend ist/ratlos. Und wie ist Glück? Der Moment in dem man laut lacht oder doch der in dem man im Bett liegt und dankbar ist für einen Mensch an seiner Seite?

Leben ist ewiges Leid. Für jeden Menschen den man verliert, über Dinge die man machen wollte und nicht getan hat. 

Leben ist Sein. Sein hört sich so rein an. Aber Leben hat 1000 Facetten. Muss man nur lernen die zu „akzeptieren“?

1 Jahr – vorbei! 

Immer die gleiche Leier.

Vor einem Jahr haben sich meine Gedanken geändert. Von einem Tag auf den nächsten. Plötzlich war alles anders aber sehr klar und die Entscheidung da. Noch ein Jahr, ein Jahr in dem ich mich entferne.

Keinen Moment in diesem Jahr habe ich anders gedacht – immer die gleichen Gedanken – kein bereuen. Es war ein Jahr an dem ich jeden Tag gedacht habe, wielange habe ich noch Zeit. Aber in dem ich auch gedacht habe – es ist richtig so. Wenn man dies nie in Frage stellt was heisst dann dies?

Ich habe nie probiert mit Menschen über meinen Entscheid zu reden weil diese es nicht verstehen, ich glaube auch zu 0% an prof. Hilfe (ähm ich muss ja immer noch mein Leben leben und nicht die) oder Medikamente. Bin nur selbst überrascht das es immer so klar war. 

Langsam habe ich immer mehr Kontakte „gekündigt“ langsam habe ich mich verabschiedet. Jeden Tag daran gedacht. Fast kein Tag an dem ich kein Alkohol getrunken  habe um die zwar „klaren“ aber doch „harten“ Gedanken zu ertragen! Es war ein Abschiednehmen von einer Welt die ich nicht verstehe, deren Ansprüche ich nicht genüge und die ich als nur langweilig empfinde. 

SART – schule, arbeiten, rente, tod!

Es ist kein Abschiedsbrief nur eine Anschauung meiner Realität. Ein Mensch der normal ist, aber einfach keine Lust mehr hat. Wenn ich ein Tier wäre würde man mich einschläffern, aber leider bin ich dies nicht! 

Keine Lust auf Mitmenschen?

Ich war immer jemand der viele Freunde haben wollte aber nie hatte. In der Schule hatte ich jeweils nur 1 Freundin welche ich mit aller Macht an mich binden wollte (extrem eifersüchtig wenn diese nur mit anderen sprach).

Mein Wunsch war auch in der Zukunft in einem grossen Haus zu wohnen mit vielen Menschen. 29 Jahre lang war mein Wunsch immer mehr Menschen kennenzulernen, einzuladen, Kobtakt zu pflegen. Dies hat immer nur sehr halbherzig geklappt, die Menschen haben die Einladungen angenommen aber man wurde eigentlich nie „zurück“ eingeladen.

Seit einem Jahr hat sich dies alles geändert. Ich war mit 10 Menschen in einem „Homecamp“ und von einem Moment auf den anderen habe ich die Menschen nicht mehr ertragen. Dies ist bereits ein Jahr her und es hat sich nichts geändert. Ich schreibe praktisch niemandem.mehr zurück, habe kein Bedürfnis auf Kontakte und finde alles nur noch sehr anstrengend. Vielleicht ist dies so weil ich mit meinem Leben abschliesse? 
Allerdings kann ich es mir nicht richtig erklären. Kennt das jemand?

Schmerz ertragen?

Es gibt Schmerz in 2 verschiedenen Bereichen, psychischen Schmerz und physischen Schmerz. Dies wird nur vermischt von Menschen nur vermischt die den psychischen Schmerz nicht mehr aushalten und dies somit physisch zum Ausdruck bringen.

Ich konnte Schmerz noch nie aushalten. Als Kind bereits kannte ich das Gefühl, „wie kann man leben aushalten mit den vielen Verlusten mit denen man irgendwie klar kommen muss“. Immer war für mich das Gefühl da, ich bin nicht zum leben bestimmt weil ich den Schmerz nicht ertragen kann. Doch jetzt mit meinen 30 Jahren Lenenserfahrung kann ich sagen: Soviel Schmerz überstanden aber der Gedanke – mehr halte ich wirklich nicht mehr aus.

Die vielen schlimmen Krankheiten von Angehörigen,der Tod von Freunden, die schlimmen Nachrichten aus der Welt, das Gefühl der Unzugehörigkeit, ich könnte soviel aufzählen. Der Schmerz wird oft spürbar, durch Panik bekommt manSauerstoffmangel, Bauchweh, Kribbeln am ganzen Körper. Oder man fügt es sich selbst zu, endlich hat der Schmerz ein Gesicht.

Momentan bestraffe ich mich mit Schlaffenzug, eine Methode um dem psychischen Schmerz ein physisches Gesicht zu geben, ihn zu spüren.

Wie ertragt man Schmerzen?